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Warum eine Initiative?

Das Gesetz ist wirkungslos!

Das neue Plan- und Baugesetz des Kantons Nidwalden vom 21. Mai 2014 enthält für neue Mehrfamilienhäuser bis 8 Wohnungen keine Regelungen betreffend das hindernisfreie (alters- und behindertengerechte) Bauen.

Eine vom Initiativkomitee angeregte Ergänzung hat der Landrat wohl in erster, leider aber nicht in zweiter Lesung zugestimmt. Auch ist der bisherige Bonus für hindernisfreies Bauen ersatzlos gestrichen worden. Im Endeffekt bedeutet dies eine massive Verschlechterung des Nidwaldner Baugesetzes für den Wohnungsbau.

Wo werden in Nidwalden noch Wohnhäuser mit 9 und mehr Wohnungen erstellt?

Unser Ziel

Wir wollen nun eine Regelung für Wohnbauten mit vier bis acht Wohnungen ins Gesetz aufnehmen. Bei neu gebauten Mehrfamilienhäusern sollen der Zugang zu den Wohnungen und die Wohnungen selber so erstellt werden, dass sie bei Bedarf angepasst werden können.

Der bisherige Bonus fällt weg

Mit dem neuen Gesetz entfallen sämtliche Anreize, neue Wohnbauten hindernisfrei (alters und behindertengerecht) zu erstellen. Es gibt keinen Bonus mehr für die hindernisfreie Bauweise.

Dieser Bonus wurde bisher rege benutzt. Die Baugesuche/Baupläne wurden dann von der Beratungsstelle Hindernisfrei Bauen Nid- und Obwalden begutachtet. Rund 75% aller Projekte für angeblich hindernisfreie Bauten mussten noch angepasst werden!

Das neue Gesetz ohne unsere Regelung ist ein Rückschritt!

Wenn nur noch Mehrfamilienhäuser ab 8 Wohnungen überprüft werden, wer bemerkt und korrigiert diese "Baumägel" dann in Zukunft?

Erhalt der Selbständigkeit

Es ist eine Tatsache, dass es immer mehr Menschen geben wird, die entweder aus Krankheits- oder Altersgründen in ihrer Bewegung eingeschränkt sind und deshalb auf eine hindernisfrei zugängliche und anpassbare Wohnung angewiesen sind.

Mit unserer Initiative erreichen wir, dass viel mehr neue Wohnungen so erstellt werden, dass jemand nicht allein wegen eingeschränkter Bewegungsfähigkeit in eine andere Wohnung oder gar in ein Alters- oder Pflegeheim umziehen muss.

Bei Bedarf kann der Zugang mit einem Treppenlift oder das Wohnungsinnere, zum Beispiel mit Hilfsmittel im Badezimmer, angepasst werden.

Weniger Kosten

In Kombination mit den Dienstleistungen einer Spitexorganisation oder Nachbarschaftshilfe wird so erreicht, dass massiv Kosten gespart werden können.

Die Menschen werden immer älter und es ist davon auszugehen, dass der Bedarf nach hindernisfreiem Wohnraum rapid zunehmen wird.

Ein Monat in einem Pflegeheim kostet zwischen 7'000 und 9'000 Fr.

und ein Altersheimplatz zwischen 4'000 und 5'000 Fr. (rechnet man die Beiträge von Krankenkasse, öffentlicher Hand und Eigenleistung bzw. Ergänzungsleistungen zusammen).

Mit unserer Initiative sollen zumindest die Grundrisse in neuen Mehrfamilienhäuser hindernisfrei sein, sodass im Eigenbedarfsfall keine teuren Umbauten mehr nötig sein werden. In einem Mietobjekt ist die Finanzierung Sache des Mieters.


Nidwalden wäre in guter Gesellschaft

Die meisten Kantone setzen die Schwelle tiefer. Wie unser Vorschlag regeln UR, AG, AI, AR, VS und BE das hindernisfreie Bauen auch bei vier Wohneinheiten.

In den Kantonen Basel-Stadt, Neuenburg und Glarus müssen sogar ausnahmslos alle Wohnungen anpassbar erstellt werden.

Nachhaltiger Wohnungsbau

Nachhaltiges Bauen erfordert, neben der ökologischen und wirtschaftlichen auch die soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Für die soziale Nachhaltigkeit im Wohnungsbau ist der «Anpassbare Wohnungsbau» genau die richtige Strategie, um diese Anforderung im Rahmen der Verhältnismässigkeit zu erfüllen. Nur der «Anpassbare Wohnungsbau» gemäss SIA 500 ist auch ein sozial und gesellschaftlich nachhaltiger Wohnungsbau.

Nachhaltig gebaute Wohnungen ermöglichen den Empfang von Besuchern im Rollstuhl (Besuchseignung). Mit dieser Besuchseignung ist die soziale Teilhabe von BesucherInnen mit Einschränkungen gewährleistet.

Im Alter oder für Schicksalsschläge im Laufe des Lebens sind bei richtiggebauten Wohnungen individuelle bauliche Anpassungen mit geringem Aufwand möglich.

Weitere Informationen

Was heisst "anpassbar"? Drei Anforderungen damit eine Wohnung auch für Personen im Rollstuhl besuchbar ist

Was ändert? Text der Initiative

Was wird besser? Wichtig zu wissen

Diese Personen engagieren sich im Initiativ-Komitee