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Knapper BUL Entscheid

Äusserst knapp lehnt die Kommission die Volksinitiative für hindernisfreieres Bauen ab.

Die Minderheit der Kommission erachtet die Forderung des Komitees als «moderat und gerechtfertigt». Es gebe zwar –unverbindliche –Normen, und für Planer müsste es eigentlich selbstverständlich sein, zukunftsgerecht zu planen und daran zu denken, dass ältere Menschen mit einem Rollator oder Menschen im Rollstuhl im Badezimmer grössere Manövrierfächen benötigten.

Wie die Realität aber zeige, versage hier die Eigenverantwortung, so dass es gesetzliche Vorgaben brauche.
Das Bauen werde dadurch nicht teurer. Es sei einfach ein geschickter Grundriss und allenfalls eine grosse anstelle von zwei kleinen Nasszellen zu planen. Zudem könnten dadurch in Zukunft hohe Kosten für zusätzliche Pfegebetten eingespart werden, denn die Forderung «ambulant vor stationär» könne nur umgesetzt werden, wenn Wohnungen und Umgebung hindernisfrei gestaltet seien.

Die respektable Unterschriftenmenge hat das siebenköpfge Komitee praktisch im Alleingang zusammengetragen. Unterstützung erhielt es von der Pro Infrmis.«Viele Leute dachten, das stehe schon lange so im Gesetz. Leider ist dem nicht so».

Ganzer NNZ-Artikel vom 4.Dezember 2015 [262 KB]